Browser-Administration

Wie sich das so für einen Verrückten gehört, kann unsere komplette Infrastruktur auch über ein Browser-Interface genutzt werden.

Auch dafür sind natürlich die umständlichen Spielereien mit fester IP auf IPv6 und anderes nötig.

Alles? Nein, ein unbeugsamer Client…

Sehr cool finde ich, dass hinter unserem Unitymedia-Router und einer Apple Airport Extreme (= Reichweitenverlängerung nach oben) per WLAN ein Rechner von uns angebunden ist, der über IPv6 einen Serverdienst anbietet, den man auch, so wie es sein soll, tatsächlich über den Browser direkt ansprechen kann.

Da läuft dann unser DEVONthink Pro Office Dokumentenserver. Also ist man unterwegs nicht nur Admin für den eigenen Server sondern auch noch auskunftsfähig in allen wichtigen Angelegenheiten.

Was nicht immer nur gut ist…

nerdporn-blog

Übrigens.

Auch dieser Blog hier läuft auf unserer NAS. Als Caching kommt eine Standardlösung zum Einsatz „WP Super Cache“ und im Backend nutze ich einen Redis-Object-Cache – unnötigerweise eigentlich, da hier im Prinzip ein nacktes WordPress läuft.

CNAME für die Massen

Da ich natürlich kein Provider/Hoster bin und keinen direkten Zugang zu den Registrierungsstellen des Internets habe, bekomme ich auch keinen Domainnamen direkt zugeteilt. Das muss ich über meinen Hoster machen.

Mein Hoster ist aber so lieb und steuert für mich auch die DNS-Einträge der Domains. Also kann ich mir für meine Domainnamen einen passenden Eintrag setzen lassen, damit der eigentliche Webserver meine NAS ist, die selbstredend nicht über eine Standleitung oder gar über eine feste IP verfügt.

Das geht dank des CNAMEs. Es wird quasi ein Aliasname vergeben, der für den Domainnamen steht. Meinen verrate ich hier mal nicht, aber unter diesem Aliasnamen ist unsere NAS über ein paar Ecken erreichbar und für euch Besucher sieht es so aus, als ob das hier eine ganz normale Webseite ist, die klassisch in einem Rechenzentrum in Frankfurt gehostet wird.

Umleitungskaskade

Bedauerlicherweise muss man dafür heute aber einen nicht unerheblichen Aufwand betreiben.

Neben dem CNAME muss auch die eigene NAS über eine feste IP-Adresse erreichbar sein. Dank IPv6 wäre das ja kein Thema, da hat jeder Teilnehmer eine feste Adresse und das unsägliche NAT und anderes ist unnötig geworden.

Leider aber sehen das noch lange nicht alle Teilnehmer im Netz so. Es fahren einfach noch viele mit einem Benziner ohne Kat durch die Gegend – es gibt mehr als genug Gegenstellen, die nur IPv4 sprechen.

Sooo… und dann bekomm‘ das mal hin, dass deine IPv6-NAS über IPv4-Netze erreichbar ist, wenn du keine eigene IPv4-Adresse mehr hast – sondern der gesamte Stadtteil sich eine teilen darf (DSlite sei „Dank“).

Freunde, ich erklär das hier nicht ausführlich. Aber ich bezahle einen Stapel Dienstleister dafür, dass die mir diverse Infrastruktur zur Verfügung stellen, damit das alles hinhaut.

Ok du Sparfuchs

Hmpf – ja, man möchte meinen, dass ich damit echt billig fahre. Tue ich aber nicht, da ich alle Beteiligten für ihre Dienstleistung bezahle.

Ich betreibe dieses Konstrukt eigentlich nur aus zwei Gründen:

  • weil ich es kann 😀
  • weil ich so 100% alles in der Hand habe und automatisieren und verknüpfen und steuern kann, was der Server und meine Skills so hergeben (mehr darüber im Nerdpornblog)

Sitorix

Mein größter Dank gilt natürlich dem bisher besten Hoster, mit dem ich gearbeitet habe, Sitorix. Die dortigen Ansprechpartner stehen quasi rund um die Uhr (und am Wochenende und Feiertagen) in Bereitschaft (wichtig für mich, der ich gerne mal Nachtschichten einlege – wörtlich gemeint) und arbeiten zuverlässig und serviceorientiert auf den Punkt.

Bei denen habe ich einen mittelgroßen Managed Server gemietet, ich könnte also von jetzt auf gleich wieder zurück auf einen zentralen Server umziehen – inklusive meiner ganzen Basteleien. Denn die Jungs von Sitorix wissen, was sie tun und wissen auch, wie man mit Spinnern wie mir umgeht 🙂