SSL Verschlüsselung aktivieren – Fehlschlag

Wie es halt so läuft, ich möchte den nerdporn-blog auch per https abrufbar machen – dazu braucht es dann ein Zertifikat.

Let’s Encrypt It

Die Webseite der Yellowstones hat seit mehreren Wochen eine passende Absicherung bekommen – zusammen mit einem globalen Zusammenbruch unseres Rankings, dass sich erst nach gut einer Woche wieder erholt hatte. Bis Google eben mitbekommen wurde, dass das nur ein klitzekleiner Umzug auf einen anderen Prefix gewesen ist – „mitbekommen wurde“, weil ich über drei Ecken Google die Umleitungen von der „alten“ http-Domain auf die „neue“ https-Domain beibringen musste. Offenkundig und entgegen aller menschlichen Denkweisen sind „http://“ und „https://“ zwei völlig verschiedene Dinge 🙁

Wie dem auch sei. Ich möchte jetzt ein weiteres Zertifikat bei Let’s Encrypt anfordern und zwar über das dazu gehörende Interface unserer Synology. Da gibt es einen netten „Assistenten“, der sich um alles kümmert.

Leider schade

Tja. Leider möchte mir diesmal Let’s Encrypt ums Verreckten noch eins kein weiteres Zertifikat ausstellen. Ständig irgendwelche Fehler beim acme-Abruf – und keine Hilfe oder ein paar mehr näheres Infos weit und breit.

acme
acme

Auch in einem anderen Log tauchen nur Fehler auf, zu denen ich noch keine funktionierende Lösung finden konnte:

let's encrypt part 2
let’s encrypt part 2

Noch ohne Lösung

Diesmal kein sehr hilfreicher Beitrag: Ich habe noch keine Lösung dafür gefunden… das erste Zertifikat ging ohne Probleme aber das zweite trotz aller Iterationen diverser Dinge (Domainnamen, Anmelde-Emailadresse, Portfreigaben/-weiterleitungen etc. pp.) will es einfach nicht klappen… selbst die Fehlermeldungen sind sich nicht einig, die wechseln auch immer wieder mal.

Bisschen frustrierend…

Nachtrag

Öhmmm… peinlich… geht alles, man muss nur mal RTFM ernstnehmen…

Eindeutige Beitragstitel

Jeder, der eine Webseite mit einem gewissen wirtschaftlichem Interessen erstellt, muss sich früher oder später mit dem Thema „Optimierung der Seiten auf die Bedürfnisse der Suchmaschinen“ (kurz SEO) beschäftigen.

Also das Wegsuchen in eine dunkle Körperöffnung der verschiedenen Betreiber und deren Wünschen und Sonderlocken.

Gute Seiten

Das fängt bei sinnvollen Dingen an, wie:

  • denselben Inhalt nicht auf mehreren Seiten identisch vorhalten
  • den Texten Struktur verpassen
  • Sätze in deutscher, halbwegs korrekter Sprache und ab und zu mal einen Punkt oder ein Komma (bitte, bitte nicht, wie das heute so modern ist, einfach mal „zufällig“ einstreuen – da bekomme ich das kalte Grauen)
  • keine Seite mit komplett von woanders geklauten Inhalten

Schlechte Seiten

Aber leider wird das durchaus ins Extrem getrieben

  • Struktur darf nur in dieser und jener Form gegeben werden, weil „HTML sieht das ja so vor“ – also ausschließlich(?) über h1 bis h42 tags
  • wenn die Sätze zu anspruchsvoll für einen mittelmäßig begabten Durchschnittsanalphabeten ausfallen, sind sie schon nicht mehr „lesbar“
  • Übersichtsseiten kennt Google offenbar nicht, da entsteht zwangsläufig duplicate content, aber hei… da muss man eben eine winzigkleine Abwertung in Kauf nehmen

Titel-Eindeutigkeit

Titel-Elemente (also, genauer gesagt, das h1-Element) muss über die gesamte Webpräsenz eindeutig sein.

Mit „eindeutig“ ist dann auch tatsächliche und nicht sinngemäße Eindeutigkeit gemeint. Eine Vergabe von Titeln wie

Maisy & Audi Welpen: Barny

ist nicht dasselbe wie

Maisy & Audi Welpen: Barny 1

Man muss/darf/kann also Titel eindeutig machen, indem man eine laufende Nummer anhängt.

Klar, sieht für den menschlichen Leser irgendwie doof aus, aber der Googlebot mag mich dann mehr. Also… Mensch ordnet sich Maschine unter, weil sonst Maschine die anderen Menschen nicht mehr zu meiner Maschine ähm ihr versteht: Man wird nicht so gut gefunden und eine schlechte Suchmaschinenplatzierung ist gleichbedeutend mit „ich habe auf mein Geschäft keinen Bock und bin froh, wenn ich keine Kunden anziehe“.

Da ich ja der Überzeugung bin, dass Computer für mich arbeiten sollten statt ich für sie, habe ich mir ein Script gebastelt, dass nicht eindeutige Beitragstitel zusammensucht und sie nach einem bestimmten Schema eindeutig macht – nicht mit laufender Nummer, weil das wiederum bei der nächsten Bereinigung Probleme aufwerfen würde.

check page titles
check page titles

Offenkundig war hier das Script schon mal vorab gelaufen und hat die relevanten Titel überarbeitet.

Das Script prüft auch noch, ob die externen Links alle noch funktionieren und so weiter (für den Lauf für den Screenshot abgeschaltet). Das ist nämlich auch so ein SEO-Kriterium: Externe Verlinkungen sollten funktionieren und bei ein paar hundert Seiten möchte man das echt nicht mehr per Hand machen…

Noch viel schlechtere Seiten

Das ist aber noch nicht alles – bis hier hin bekommt man das mit einer 60-Stunden-Woche durchaus noch geregelt.

Aber dann lässt sich Google (stellvertretend für alle Vertreter ihrer Zunft) ständig Neues einfallen:

  • Strukturelemente nach schema.org – das sieht dann ungefähr so aus (offenkundig nicht für das Lesen oder Verstehen durch Menschen gedacht):
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  • Optimierte Seiten für mobile Browser mit einem Guckloch statt Bildschirm (ich verstehe ja nicht, wieso 40% der Internetnutzer nur noch mit ihrem Smartphone surfen – aber 40% ist eben auch eine Zahl an der man ganz und gar nicht vorbeikommt):

website desktop
website desktop

website guckloch
website guckloch
  • Noch mehr optimierte Seiten für mobile Browser, die noch nicht mal mehr Javascript ausführen wollen (idealerweise so optimiert, dass die Seiten alles, was eine schöne Seite ausmacht, in den Müll kloppen) – danke, AMP:
website amp 2
website amp 2

Ich verfolge notgedrungen die Entwicklungen auf diesem Markt recht genau und versuche mich dem Diktat den Empfehlungen anzupassen.

Neben meiner regulären Tätigkeit investiere ich also noch mal flockig dieselbe Zeit in die Betreuung und Verbesserung der Webseite.

Workoholic oder einfach nur… seltsam

Als ich vor ein paar Monaten ein kleines Seminar zum Thema Arbeitsverhalten absolvieren durfte, eröffnete ich meine „Ich“-Auskunft mit den Worten „Ich komme mit meiner Arbeit klar, ich bin eigentlich nur hier, weil ich mich mal umhören möchte“ – und war dann schlussendlich Hauptthema der ersten Seminartage, weil der Trainer meinte „einen echten Workoholic habe ich schon Jahre nicht mehr gesehen – Sie sind einer“.

Meine Auskunft zu meinem Arbeitspensum (summa summarum 80 Stunden oder so die Woche – oder mehr, Ex-Selbständiger halt) fiel allerdings etwas offenbar ungewöhnlich aus: „Ich arbeite viel und manchmal wünsche ich mir schon, dass ich mal Zeit hätte, den Herrn der Ringe endlich auch mal zuende zu lesen – aber, wenn ich ehrlich bin, ich tue das gerne, fühle mich glücklich und zufrieden damit“.

Seine Antwort:

Dann ist alles klar. Krank ist man durch viele Arbeit nur dann, wenn man damit nicht glücklich ist.

Ok Google, hau rein

Damit wären wir wieder beim Thema: Die Googlemitarbeiter dürfen gerne weitere Kühe durchs Dorf treiben, mich machen die nicht alle 🙂