Bootcamp-Windows-10-Baby

Seit einigen Jahren nutzen wir ausschließlich Mac-Rechner. Das hatte zu dieser Zeit auch gute Gründe:

  • – nach Windows 7 wurde es im Microsoftlager ungemütlich bunt und irgendwie „ätzend“
  • – die gefühlt jeden Tag nötigen Updates haben so richtig genervt
  • – irgendwie lief nie etwas, wenn man es brauchte… bspw. Streaming von Videos im LAN
  • – allgemeine Unlust sich weiter mit der „Wartung“ der Systeme zu beschäftigen (wir wollten mal tatsächliche Arbeit geschafft bekommen)

Also sind wir damals komplett umgestiegen und haben das bis vor wenigen Monaten auch nicht bereut.

OSX slowdown

Aber dann trat ein seltsamer Effekt ein. Unsere Maschinen wurden stetig langsamer, mit jedem OSX-Update ein Stückchen mehr. Plötzlich musste man bei intensiver Entwicklertätigkeit den Mac mehrfach am Tag neu starten und es kam immer wieder zu „harten Abstürzen“ der UI (das BSD darunter lief vermutlich noch, aber der Rechner blieb unbenutzbar). Das ging dann so weit, dass wir vorsorglich die Rechner neugestartet haben – etwas, was im Appleuniversum bei uns bisher unbekannt geblieben war.

Dann habe ich mir ein Android-Smartphone gekauft, was ich natürlich sofort rooten musste, um den „adaptable storage“ anschalten zu können. Heimdall, jOdin und so weiter – nichts funktioniert. Ich brauchte Zugang zu einem Windowsrechner.

Freitag war es dann so weit. Ich habe Bootcamp angeschmissen und eine Windows 10 Installation vorgenommen. Lief natürlich flockig, keine Probleme.

Selbstversuch mit Aha-Effekt

Ein frisch installiertes und „leeres“ Windows fühlt sich ja immer irgendwie knackig an. Und so war es auch, alles lief superflott und störungsfrei.

Nachdem ich dann innerhalb weniger Minuten mein Android gerootet hatte, habe ich noch ein wenig Zeit mit dem System verbracht. Habe Office 365 und die Adobe Creative Suite draufgepackt, dazu noch ein paar Spielchen (auch wenn ich wenig bis gar nicht spiele).

Und Windows lief immer noch wie nach der Neuinstallation. Obwohl auch der obligatorische Virenwächter und anderes im System lief. Üblicherweise wäre das spätestens der Zeitpunkt, wo die Maschine keine Lust mehr hätte.

Ich war ein bisschen geschockt und ein bisschen begeistert… Folge war…

Umzug

Samstag habe ich dann schrittweise sämtliche Daten aus der Mac-Partition auf die Windows-Seite rüberkopiert. Und aus meiner Testinstallation wurde mein Primärsystem, denn Windows hat mittlerweile ein funktionierndes Linux-Subsystem (von Canonical, also vermutlich ein Ubuntu, inklusive apt-get und Co.), was für mich für die Wartung unseres Servers wichtig ist (ich hab kein Bock auf Putty und so ein Blödsinn, ich möchte eine richtige Konsole).

Die nächsten Wochen werde ich als Primärsystem dieses Windows fahren und Erfahrungen sammeln. Der zweite Rechner im Haus wird die Tage auch umgestellt, der lahmt noch stärker und hier wird dringend Abhilfe benötigt.

Apple…

Vor einigen Jahren wurde meiner Erinnerung nach nachgewiesen, dass Apple in iOS künstliche Schleifen eingebaut hatte, um das System auf Altgeräten auszubremsen.

Mir düngt, dass genau dasselbe gerade mit OSX resp. macOS passiert. Jedenfalls ist das System auf meiner nicht komplett veralteten Hardware praktisch unbenutzbar, wenn man mehr als nur „bisschen Internet“ macht.

Visual Studio habe ich auch vermisst. Eines konnte Microsoft nämlich schon immer, IDEs bauen.

Update: Zweiter Rechner

Puh. Die Umstellung der zweiten Maschine war ungleich mehr Aufwand. Da dieser Rechner ein CD-Laufwerk hat, wollte Bootcamp nicht mit dem ISO der Windows10-Installations-DVD vorlieb nehmen. Der Umweg über bootbaren USB-Stick und einigen Tagen Herumgewürge hat dann funktioniert.

Audio hat der zweite Rechner nicht. Ich bekomme das zum Verrecken noch eins nicht hin. Eine USB-Audio“karte“ kostet aber gerade mal 7 EUR und Billigboxen auch etwa 6-7 EUR. Da ist mir meine Zeit zu Schade für…

„Uraltes“ Smartphone braucht einen Nachfolger

Ihr kennt das – man hängt mit einem „uralten“ Smartphone herum und schaut sich immer mal wieder „zufällig“ diverse Testseiten an, um sich mal „unverbindlich“ über den aktuellen Stand zu informieren.

Argumente

Selbstredend möchte man „unten rechts“ kaufen. Also „das Beste vom Besten, Sir“ – wie es sich halt so gehört… und da fallen einem ja spontan die passenden Argumente ein:

  • „Bleibt länger aktuell“
  • „Ähm…“

Super. Im Schönreden war ich schon mal besser – als strengen wir die grauen Zellen doch mal ein wenig an.

  • „…*rülps*…*kopf kratz*…*scharr*…“

Ach verdammt.

Brauchen tue ich es ja eigentlich nicht – bis auf ein Killerfeature:

„Dann kann ich endlich unsere Homepage mal in einem echten mobilen Browser testen, auf meinem Ömmelchen bricht der Safari ja ständig zusammen“.

Hmpf gna expensive bitch

Ok, also ein „Argument“ muss reichen, schauen wir mal, was der Markt so hergibt.

Da selbst Besitzer eines iPhone 4s in der 32GB-Variante, schauen wir zuerst mal in Cupertino.

iPhone 7 muss es ja schon sein… wh0t? Die wollen 850 EUR haben? Spinnen die? Ich hab noch ein Leben außerhalb des Smartphones – für 850 Öckens kann ich zwei Wochen Urlaub machen oder endlich zwei oder drei Geräte von Festool für meine Werkzeugsammlung anschaffen… oder knapp 71 mal beim Hoppa-Döner die Mega-Edition für Zwei bestellen…

Galaxy S7 Edge – nettes Teil, aber irgendwie alles so androidmäßig durcheinander und nicht durchdacht. Einheitliches Design? Nada. Softes Scrollen? Immer noch nicht oO Bouncing-Effekte – wenn der Entwickler Bock hatte, ja, sonst, nein. Ach Mensch… immer noch nicht? Braucht Wasserkühlung für die 8 Kerne und den Speicherausbau eines Mittelklassewagens – damit das System überhaupt in die Puschen kommt?

Dazu dann noch die hunderten Anwendungen, die ich gekauft habe. Und zwar nicht die Teile für 99 Cent – eher so etwas wie „Navigon“-Liga, also $knete$.

Wird wohl doch wieder nen iPhone werden, obwohl ich ernsthaft in Erwägung ziehen muss mein Auto zu verkaufen…

Oder nicht?

Vertrag?

Jetzt könnte man ja sagen, wieso ich denn nicht einfach meinen Vertrag verlängere und dann ein Telefon per Ratenzahlung zumindest gefühlt billiger bekomme (richtig gerechnet ist es immer teurer, aber nun gut).

Weil ich keinen solchen Vertrag habe. Ich zahle 5 EUR im Monat für 500MB und Flat-Telefonie. Da ich mit dem Telefon nicht viel mehr mache als Mails und Whatsapp/Threema-Gucken, reicht das auch. Ach ja, ich gehöre zur Generation „telefoniert noch“.

Dann kauf halt keins!

Darauf wird es wohl auch hinauslaufen, auch wenn mir hier mittlerweile stapelweise Exceltabellen mit Entscheidungstabellen vorliegen, die mir die Entscheidung quasi aufdrängen.

Update: Das ist jetzt kein Scherz. Ein Beispiel aus einer dieser Tabellen ist „kann sehr gute Fotos und Videos machen, die durchaus einer halbwegs brauchbaren Fotokamera entsprechen“. Da gibt es aber direkt wieder ein Gegenargument „wir haben eine DSLR mit Vollformatsensor und guten Optiken – die ist sowieso qualitativ und von den gestalterischen Möglichkeiten her besser“. Da bliebe dann nur noch die Video-Möglichkeit, da ist die vorhandene Technik eher grottig. Aber für 850 EUR bekommt man schon eine verdammt gute richtige Videokamera, die dann auch so etwas wie „Unschärfe“ hinbekommt.

Dämlicher Verstand aber auch. Der sagt nämlich „brauchst du nicht, du hast nen Desktop – und du bist eh zu blöd auf der Handytastatur was einzutippen“. Na danke, selbst mein Verstand disst mich -.-

Ego-Probleme

Meine jungen Kollegen protzen gefühlt jeden Monat mit dem neuesten Smartphone. Und wenn man mal was im Internet „recherchieren“ muss, bspw. die Let’s play’s der aktuellen 3D-Megahammerspiele, die bei mir eh nicht laufen (Mac halt – und zu schnell gelangweilt), sind die schon am Videogucken während Mirko noch darauf wartet, dass Safari endlich eingabebereit ist… die Blicke voller Mitleid sind manchmal echt hart 🙂

Rant

Worüber ich ja nonstop kotzen möchte sind die jungen Mütter, die im Aldi mit ihren Kindern im gesprächsfähigen Alter einkaufen gehen und nonstop in ihre Handies glotzen statt sich mit ihrem Nachwuchs zu befassen.

Alta. Was stimmt denn nur mit unserer Gesellschaft nicht? Bin ich so ein Kotzbrocken geworden, dass ich, wie ein Kollege und ich gerne witzelten, einer der zwei Muppet-Show-Opas sein könnte? Oder werden wir normalen Menschen einfach immer seltener?

Und was ist mit dem Testen der mobilen Seiten?

Macht Google für mich 😀 Deren Statistikseite meckern schon rechtzeitig, wenn ich irgendeinen aktuellen Trend verpasst habe. Wie das unsägliche AMP, damit sich die aktuellsten Smartphones mal wieder überhaupt gar nicht mehr lohnen.