Pulseaudio go for the win *muahaha*

Früher war es esound oder was anderes – ein Soundserver.

Im Linuxumfeld möchte man das immer haben. Weil Linux von Natur aus mit Sound auf Kriegsfuß steht. Irgendwer muss sich kümmern, dass Anwendungen ihren Ton auf die Straße bekommen.

Leider.

Bei Ubuntu ist in der aktuellsten Reinkarnation dafür pulseaudio vorgesehen. Das Teil kann mal wieder alles – und auch nix. Immerhin klappt der Bluetooth-Handover recht schmerzarm.

Aber. Was die Kombination pulseaudio+also so gar nicht mag, ist, wenn zwei Soundgeräte im Rechner denselben Treiber möchten. In meinem Fall den „intel hda“-Treiber für die Cirrus Logic irgendwas im iMac – und das HDMI-Audio-Interface der Nvidia-Karte.

HDMI oder nicht HDMI – das ist hier die Frage

Mirko hat halt einfach mal – naiv wie er ist – gehofft, dass Audio von alleine funktioniert.

Hat es interessanterweise auch. So 5min nach dem Booten oder zwischendurch mal, wenn man diverse Kanäle an- und wieder ausgeschaltet hat.

Oder wenn man die richtigen Anwendungen nutzt. Firefox statt Chromium zum Beispiel – Youtube-Audio scheint alle zu überfordern. Mittlerweile weiß ich auch, wieso: Firefox setzt pulseaudio voraus, Chromium geht über Alsa (bzw. auch über pulseaudio, wenn es da ist… oder so).

In meinem Fall aber habe ich jetzt eine Woche herumgespielt, um WhatsApp, Chromium, Firefox und alle anderen Dinge (wie Rhythmbox) zum Soundwiedergeben zu bewegen – und zwar abwechselnd und gleichzeitig und dann auch noch unterbrochen von einem Bluetooth-Kopfhörer.

Unter OSX oder Windows ist das jetzt nichts, was ein Problem wäre. Tut es einfach. Natürlich nicht unter Linux 😀

Bildschirm

Mein zweiter Bildschirm hat (leider) die Fähigkeit, Audio über HDMI zu verarbeiten. In sofern „leider“, weil das bedeutet, dass der Bildschirm als Audio-Device im System aufschlägt. Das hat sogar Windows mitbekommen, aber nicht weiter beachtet. Aber bei Linux…

Die Nvidia hat den entsprechenden „Ausgang“ dabei. D.h. ich habe hier zwei Audio-„Karten“: HDMI-Bildschirm und Cirrus Logic Chip auf dem Mutterbrett.

Treiber

Beide laufen mit demselben Treiber. Jaahahahaaaaa, beide möchten mit dem intel-hda-Treiber des Kernels quaken. Nur braucht die CL-Chip von meinem Mac einen speziellen Parameter beim Starten (sonst klappt irgendwas nicht, ich glaube Kopfhörer).

Nach ungefähr (gefühlten) 100 Stunden Arbeit war es mir aber immer noch nicht gelungen, eine stabile Audio-Arbeit hinzubekommen. Ich war schon so verzweifelt, dass ich Phonon mit Gstreamer-Backend ausprobiert habe – aber die KDE-Schmerzen waren mir zu groß (sehr geile Effekte, super viele Einstellungen, aber leider habe ich mich an das etwas schlichte Design und die minimalistischen Anwendungen im Gnome-Umfeld gewöhnt).

Hab ich nicht hinbekommen.

Bis gerade eben

Irgendwann dachte ich, als mal wieder der Sound weg war, vielleicht hat alsa oder pulseaudio oder der intel-hda-Treiber ja auf den HDMI-Ausgang geschaltet (obwohl in pavucontrol abgeklemmt… aber man weiß ja nie…).

Also externe Boxen an den Bildschirm angedübel – und wat is?

Sound ist da. Von überall her funktionsfähig. Stabil. Bis jetzt auch dauerhaft. WhatsApp, Evolution, Firefox, Chrome – alle dudeln gemütlich. Bluetooth-Kopfhörer schnappt sich das gesamte Audio, wenn ich ihn einschalte…

Hab bisschen Angst neu zu starten…

P.S.

Ich kann nicht anders… das geht mir SO auf den Sack. Wieso kann im Linuxumfeld nicht einfach mal irgendwas so funktionieren, wie man es erwartet? Wieso muss ich stundenlang herumprobieren (das Internet ist voller „veralteter“ Lösungen – wie immer halt im OSS-Umfeld), bis so etwas bekacktes wie TONWIEDERGABE funktioniert??

Als Server ist Linux ja irgendwie sehr nice und auch sonst liebe ich das System ja (ich steh drauf per ssh im Browser von überall her meinen Rechner zu bearbeiten <3 ). Aber et nervt…

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